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Phase 46: Januar bis März 2011

Durch Mangelernährung ist die fast vierjährige Mercy viel zu klein für ihr Alter und ein Leichtgewicht. Doch die Not hat sie gelehrt sich durchzusetzen, mit Charme und List. Wenn es freilich ans Baden geht, helfen ihr alle Tricks nichts, also macht sie sich noch kleiner, denn bei der Sauberkeit hält sich die Begeisterung der Kleinen noch in Grenzen. Mercy war das erste Kind, das wir im Jahr 2011 aufgenommen haben.
Es war das erste Mal in der nun fast 12jährigen Geschichte des Kinderdorfes, dass gleich drei Mädchen zusammen ihr „Big Girl Fest“ feiern konnten. Traditionsgemäß gibt es nach der ersten Regelblutung für Hindus und Buddhisten viele Riten. So bekommt ein Mädchen nach den rituellen Waschungen an einem vom Astrologen bestimmten Tag neue Kleidung und den ersten Goldschmuck. Hier heißen die anderen „Big Girls“ aus dem Lucky Haus Kokila, Samantika und Warunia als „junge Frauen“ willkommen.
Da freut sich Pinki, dass ihre leibliche Schwester Suramiya nun endlich auch ein „big girl“ geworden ist. Ungewöhnlich lange hat es bei der fast 16jährigen gedauert, nun aber wird gefeiert. Suramiya genießt die Aufmerksamkeit und die Geschenke. Doch von heute an ändert sich ihr Leben.
Am 15. Januar ist es auch für die Hindus soweit, dann beginnt auch für sie das Neue Jahr. Was wird es bringen? 2011 liegt vor uns so schemenhaft und nur in Umrissen, wie der von Weihrauch eingenebelte Hindutempel im Kinderdorf während der gemeinsamen Neujahrszeremonie.
Genau genommen ist es gut, dass man die Zukunft nicht kennt, denn nur so kann und muss man sich auf das Hier und Heute konzentrieren.
Sich mit Anderen freuen, wenn Großes geleistet wurde. 15 Stunden Fahrt nahm Michael Kreitmeir in Kauf, um an der Westküste bei der Eröffnung des neuen Kinderhauses „Angels Home“ Solidarität und Anerkennung zu zollen. Nur wer selbst hier für Kinder arbeitet kann beurteilen, wie lange und beschwerlich der Weg ist, bis man so eine Eröffnung feiern kann.
Little Smile wünscht dem Angels Home alles erdenklich Gute und Menschen mit Liebe für Kinder.
Es ist noch kein Meister vom Himmel und selten ein Three Weeler umgefallen. Während das Erste immer gilt, kann das Zweite schon mal vorkommen, besonders, wenn die jungen Betreuerinnen im Kinderdorf ihre erste Fahrstunde bekommen. Mit Vollgas ging da Laksha in die Kurve, nach nur 5 Metern gelang ihr das Ungewöhnliche, der Three Weeler kippte. Und Arno, der deutsche „Fahrlehrer“, suchte sein Heil in der Flucht.
Neun Jahre ist es her, dass Shrima als Kriegswaise zu uns kam. Heute betreut die junge Frau die 8 bis 11jährigen Jungs im Honest Haus und gibt ihnen die Fürsorge und Liebe, die sie einst selbst hier bekommen hat. Auch zeigt sie ihnen den Weg von Little Smile, einen Weg ohne Hass und Lüge, einen Weg ohne Angst und Gewalt.
Seit Jahren gab es in der tamilischen Schule in Koslanda weder Wasser noch Toiletten, das Schultor war längst zerstört und die Zäune niedergerissen. 43 Kinder aus Little Smile besuchen diese Schule und auch sie litten unter den unglaublichen Zuständen. Im März dann unterbrach Michael Kreitmeir alle anderen Bauarbeiten und kam mit den Arbeitern. Doch auch die größeren Schulkinder und einige Lehrer halfen und so konnten in nur 10 Tagen die schlimmsten Übel beseitigt und unter anderem die Wasserversorgung wiederhergestellt und Toilettenanlagen gebaut werden.
Sich einbringen mit dem, was man kann. Winfried Weickenannt ist Unternehmer und dieses Wissen will er Little Smile beim Vermarkten der Little Smile Gewürze in Deutschland zur Verfügung stellen. Um hier „Nägel mit Köpfen“ zu machen kam er im März nach Sri Lanka und besuchte die Farm der Organisation. Auch die zahlreichen Blutegel am Ende der Regenzeit konnten den Deutschen nicht abschrecken.
Die Firma AVO aus Belm ist ein zuverlässiger Partner für die Farmen von Little Smile Organic. Eine große Bestellung von Muskatblüten stellte Shiran Silva und sein Team vor eine nicht einfache Aufgabe, denn jede einzelne Blüte muss von Hand kontrolliert und sortiert werden. Zum ersten Mal brachten wir alle Gewürze in unsere eigene Farm in Dikkapitia und gaben so mehr Menschen in unserer Region, besonders Witwen oder verlassenen Frauen mit Kindern, Arbeit und damit Hoffnung.