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Bilder des Monats

September 2016

„Es ist gut, wenn uns die verrinnende Zeit nicht als etwas erscheint, das uns verbraucht oder zerstört, sondern als etwas, das uns vollendet“. (Antoine de Saint-Exupery).
Diesen Gedanken fand Michael Kreitmeir absolut passend als Motto zu seinem „runden Geburtstag“. Was aber schenkt man einem Menschen, der von sich selber sagt, dass er absolut keine materiellen Wünsche hat, dass er froh und dankbar ist für jeden Tag und jedes Kinderlachen? Anka Blank, seit drei Jahren im Kinderdorf hatte trotzdem eine Idee für ein Geburtstagsgeschenk und sie zeigte, dass sie Michael Kreitmeir inzwischen sehr gut kennt. Das von ihr organisierte Geschenk war ein Volltreffer.
Lesen Sie dazu Lokuthaththas Geburtstagsparty.

August 2016

Raja Kumari, übersetzt königliche Prinzessin, ist gestürzt – und wie. In solchen Momenten merkt man, wie sehr wir hier in der Wildnis der Berge auf uns gestellt sind. Das benachbarte Krankenhaus verdient den Namen nicht, die paar Ärzte drücken sich vor jeder Verantwortung. Kein Wunder, dass die meisten „ernsten Fälle“ beim stundenlangen Transport in das Bezirkskrankenhaus nach Badulla „auf der Strecke“ bleiben. Unsere Prinzessin hat Glück und einen harten Schädel. Michael Kreitmeir: „Ich danke Gott und merke wieder einmal, wie sehr mir diese Kinder ans Herz gewachsen sind“

Juli 2016

Juli 2016, 30 Tage Sonne satt! Doch wenn Wasserquellen versiegen und viele Wälder brennen, sehnt man den Regen herbei. Glücklich wer da, wie die Kinder in Mahagedara ein unversehrtes Stück Natur, gleich neben dem Kinderdorf, sein eigen nennt. Kein Wunder, dass die sonntäglichen Ausflüge ins Naturschutzgebiet von Little Smile so bliebt sind. Schattenspendende Baumriesen und ein natürlicher Pool im Dschungel, Kinderherz was willst du mehr? Wie schön könnte die Welt sein, wenn wir Menschen sie nur ließen!

Juni 2016

Wenn drei Göttinen und drei Götter nach mehr als einem halben Jahrhundert wieder in ihren Hindutempel zurückkehren, dann ist das mit einem einmaligen Fest nicht getan. Nach 96 Stunden Beten, Feiern und viel Trommeln und zwar ohne Pause, folgen noch 20 Tage mit abendlichen Tempelnfeiern bevor das bunte, laute eben hinduistische Teiben im Juli in einer spektakulären Prozession enden wird. Nach dem Kinderdorf Mahagedara wird dann auch das Bubenheim auf Hill Top seinen eigenen Hindutempel haben. Und weil all die Feierlichkeiten letztlich Little Smile Familienfeste waren und sind, ist der tägliche Besuch des Tempels von Mariamman vom 21. Juni bi zum 16. Juli fester Bestandteil des Tagesablaufs im Kinderdorf.

Mai 2016

Ich verstehe viel von dem, was um mich herum vorgeht, nicht. Alles ist so schnell, verwirrend, laut.  Ich will nicht älter werden, will nicht in die Schule, Fremde machen mir Angst. Wo ist mein Platz in dieser Welt? Kinder, die anders sind, ängstlich, verschlossen oder gar behindert haben es schwer in einem Land, in dem Autismus weitgehend unbekannt ist und Behinderungen als Strafe der Götter verstanden werden. In Mahagedara gibt es Mädchen, die weder im Bildungssystem noch in der Gesellschaft Platz finden. Gerade auch ihnen unser Tor und unsere Herzen zu öffnen, sie in ihrem Anders sein anzunehmen und zu respektieren, ihnen einen beschützten Raum zu schenken und den anderen Kindern vorzuleben, wie besonders, wie liebenswert jeder Mensch ist, das ist es, was Little Smile ausmacht.

April 2016

Die Feuer beginnen fast immer kurz vor Dunkelheit und am Wochenende, wenn die Arbeiter zu Hause sind. Meist brennt es an mehreren Ecken gleichzeitig. Machtlos muss man mit anschauen, wie die Feuerwalzen durch das meterhohe, trockene Gras toben, Hitzesäulen schrauben sich in den Himmel, schleudern Asche kilometerweit. Papageien kreischen ihr Klagelied, während ihre Jungen verbrennen, die meisten Wildtiere sterben ungehört einen qualvollen Feuertod. Man fühlt sich ohnmächtig, wütend und traurig, während nicht nur die Arbeit von Jahren in Flammen aufgeht, sondern die Hoffnung auf ein besseres Morgen. In der ersten Aprilwoche brennt es in vielen Grundstücken von Little Smile. Am Ende der Trockenperioden geschieht Jahr für Jahr immer der gleiche Wahnsinn, die Natur wird angezuendet. Warum? Geldgier, Spekulation, Zerstörungswut und oft auch Neid. Besonders schlimm hat es diesmal unsere Farm in Raja Giri erwischt. Robin, seit seinem 2. Lebensjahr in Little Smile, ist sprachlosund traurig aber diese Trauer lähmt nicht, im Gegenteil. Wir bauen in die Steilhänge eine Strasse als Brandschutz und um durch Kanäle das Regenwasser zu bändigen, denn ab Mitte April drohen heftige Regenfälle und Erdrutsche.

März 2016

Ein wilder Elefant hat am Ostermorgen unsere Quelle leer getrunken, Affen toben in den Bäumen, Pfauen schreien und an der Grenze wütet wieder einmal ein Waldbrand, aber auch gefärbte Eier, eine brennende Osterkerze, weiße Osterhasen und lächelnde Kinder: Sonntag, der 27. März 2016 im Kinderdorf Mahagedara.

Februar 2015

Positiv in die Zukunft schauen, weil „geht nicht gibt’s nicht“ in Little Smile. Mehr als 100 Kokosnusspalmen wurden im Januar von wilden Elefanten im Ayurvedazentrum von Little Smile bei Buttala zerfetzt, die Arbeit von 10 Jahren zunichte gemacht. Seit drei Jahren sind Saradha und ihr Mann für Little Smile „Aloka“ (Licht) verantwortlich. Das ehemalige Little Smile Kind hat im Kinderdorf auch gelernt, dass man niemals aufgeben darf. Stolz zeigt sie Luxmi, einer unserer Betreuerinnen aus dem Kinderdorf, die Orangen und Zitronen, gewachsen in Aloka.

Januar 2016

Wer als Tourist Sri Lanka besucht ist regelrecht geblendet von einer allmorgendlichen Völkerwanderung. Heerscharen von Kindern in blendend weißen Schuluniformen, die dem Fremden freundlich zu winken, suggerieren das Bild einer heilen Kinderwelt. Schein oder Sein? Schon mit 5 Jahren beginnt in Sri Lanka mit der Schulpflicht der „Ernst des Lebens“. Hiruni und Nisali konnten nach 2 Jahren Vorschule im Kinderdorf ihren ersten Schultag draußen kaum erwarten. In der Schule bekamen sie ein Krönchen verpasst, aber unterrichtet wurde dann den ganzen Januar leider nicht, das Sportfest der Großen war scheinbar wichtiger und dauerte ein ganzes Monat. Trotz staatlicher Schulpflicht, ohne private Zusatzklassen und Unterstützung von daheim habe Kinder in Sri Lanka kaum eine Chance auf gute Bildung. Hiruni und Nisali werden in Little Smile zusätzlich unterrichtet, aber viele Kindern, besonders Mädchen aus armen Verhältnissen, haben kaum eine Möglichkeit in den staatlichen Schulen auf das Leben vorbereitet zu werden, all den strahlend weißen Uniformen und Krönchen zum Trotz. Gerade darum investiert Little Smile viel Energie in die Verbesserung der Bildungschancen, damit Kinder wie diese beiden wirklich Grund haben für ein Lächeln, weil sie gefordert und gefördert werden, weil es in der Schule um sie geht und ihre Rechte und nicht die Sicherung der Privilegien der Lehrer.

Dezember 2015

Schon zwei Wochen vor dem „Heiligen Abend“ bekamen wir unser Christkind 2015. Der kleine tamilische Junge, unehelich geboren, vom Vater verstoßen, war heimatlos, wie so viele in diesen Tagen. Wir haben ihm unser Tor und unser Herz geöffnet, werden ihm und seiner Mutter nun ein Zuhause geben, Fürsorge, Liebe. Und so kam zu uns ins Kinderdorf in den Bergen Sri Lankas schon Anfang Dezember das Licht der Weihnacht.