Besucher seit Januar 2005: 875655

Bilder des Monats

November 2015

Eine Heimsuchung der besonderen Art! Als wäre der ständige Regen mit den damit verbundenen Erkältungen nicht genug, erwischte es auch noch die letzten unserer 110 Kinder, die noch keine Windpocken hatten. Zeitweise waren mehr als 10 Kinder auf einmal erkrankt, also öffneten wir unser kleines Krankenhaus im Kinderdorf. Nun sind diese juckenden Pickel zwar ärgerlich, aber nicht gefährlich, dumm war jedoch, dass es einen Teil der Kinder während der Jahresprüfungen in der Schule erwischte.

Oktober 2015

Als hätten sie die Eier selbst gelegt! Kaushaliya und Dilukshi übernahmen im Oktober die Verantwortung für unseren Hühnerstall. Als sie dann bereits am zweiten Tag die ersten Eier entdeckten und stolz ihrem Lokuthaththa präsentierten, war ihr Ehrgeiz geweckt. In der Schule haben die beiden 14jährigen eher selten Erfolgserlebnisse. Den ganzen Oktober zeigen sie, dass wir uns auf sie, punkto Hühner und Eier, verlassen können, nie vorher waren die Ställe so sauber und die Hühner so gesund. Wieder einmal wird deutlich: Es kommt darauf an, Kinder in all ihren Unterschieden anzunehmen, ihre Stärken zu entdecken, sie zu fordern und zu fördern. 

September 2015

Sonnige Tage und sternklare Nächte. Bis Mitte September zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite. Bevor die Regenzeit beginnt dürfen alle Kinder auf der Veranda der Schule unter dem Sternenhimmel schlafen. Viel geschlafen wird da freilich nicht und so blinzelt so mancher beim Frühstück müde aber glücklich in die Morgensonne.

August 2015

Auch in Sri Lanka sind im August Schulferien. 103 Kinder den ganzen Tag beschäftigen, ein langes, heißes Monat lang, bei Gott keine einfache Aufgabe. Zum Glück haben wir mit dem Naturschutzgebiet „Little Smile for Nature“ gleich neben dem Kinderdorf ein fantastisches Rückzugsgebiet. Im Dschungelfluss, der auch am Höhepunkt der Trockenzeit noch genügend Wasser führt, können unsere Kinder nach Herzenslust toben. Hier stören weder Müll noch Betrunkene und dann leider oft auch sehr aufdringliche einheimische Urlauber. Und so gilt bei uns im sehr heißen August 2015 das Motto: Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nahe!

Juli 2015

Im Juli, wenn die Durchschnitttemperatur immer über 30 Grad liegt, wird der Heimweg von der Schule für die tamilischen Kinder recht beschwerlich. Schulbusse gibt es nur theoretisch, also müssen sie laufen, fünf lange Kilometer der staubigen Straße folgend und das nach sieben Stunden Unterricht in einer Schule, in der es aus der Wasserleitung in der Trockenzeit nicht einmal mehr tropft. Kein Wunder also, dass der Sprung in den natürlichen Pool im Kinderdorf für die Kinder nach der Schule einfach das Größte ist. Und wenn es dank eines Gewitters am Abend vorher auch noch Blüten geregnet hat, ist das Blumenbad vollkommen. 

Juni 2015

Es grenzt an ein kleines Wunder, dass zahlreiche T-Shirts fast 10 Jahre in einem Schrank überdauert haben, ohne von Ameisen oder sonstigen Insekten zerstört worden zu sein. Etwa ein Jahr nach der Tsunamikatastrophe hatte die Firma Bosch-Siemens Hausgeräte aus München neben der großartigen Tsunami-Wiederaufbauhilfe auch diese Kleidungsstücke geschickt. Nach und nach wurden sie verteilt, 150 aber dann ganz einfach in einem Winkel vergessen. Im Juni wiederentdeckt wurden sie an die Kinder als Nachthemden verteilt. Stolz präsentieren einige der Mädchen von Mahagedara ihre neuen Schlafanzüge.

Mai 2015

Ein Jahr und damit ein drittel ihres Lebens sind Sudu und Sandu erst in Mahagedara und doch sind sie nicht mehr von hier wegzudenken. Gut, dass uns die Tante Lenka aus Füssen im Osterpacket zwei Engel mitgeschickt hat, auch eineiige Zwillinge wie es scheint. Denn wer seinen Engel immer dabei hat, der braucht selber schließlich keiner sein, selbst wenn er wie einer aussieht. Letztlich wären uns Engel auch viel zu brav und würden zum Rest der Truppe gar nicht passen. Schön, dass ihr da seid, danke für eure Streiche, euer Lachen, euer Staunen, für jeden Moment mit euch!

April 2015

2004, was war da noch mal in Little Smile, in Sri Lanka? Wir haben das Moonlight Haus gebaut und einen neuen Sportplatz, es gab kaum Autos in Sri Lanka, der Bürgerkrieg teilte das Land und die Behörden ließen uns noch in Ruhe arbeiten, die Tsunamimillionen hatten noch nicht Neid und Zwietracht sowie Misstrauen und Gier gesät. Ja und einige der Kinder, die seit dem Beginn 1999 im Kinderdorf lebten, konnten zurückgehen zu ihren Familien, wie Namal. 11 Jahre später besuchte er als junger Mann, Absolvent der Universität, den Ort, wo er als Junge 5 Jahre gelebt hat. „Ohne Little Smile und dem, was ich hier gelernt habe, wäre ich nie so weit gekommen, was ich heute bin verdanke ich Little Smile“, so Namal, dem beim Rundgang durch das Kinderdorf immer wieder Tränen in den Augen stehen. Viel, sehr viel ist in diesen 11 Jahren im Kinderdorf und durch Little Smile in Sri Lanka bewegt worden aber immer noch dreht sich an diesem besonderen Ort in den Bergen Sri Lankas wirklich ALLES darum, Kindern ein Zuhause und eine reelle Chance auf ein gutes Leben, gut für sich und andere, zu schenken. Vor 16 Jahren hielt Michael Kreitmeir Namal auf dem Arm, heute ist es die dreijährige Sudu. Und morgen?

März 2015

Nichts bleibt wie es war! Wie wahr dieser Satz ist merken wir Tag für Tag im Kinderdorf. Aus den Kleinen werden die Großen und eines Tages sagen die „auf Wiedersehen“. Als sich unsere große Krishanti nach mehr als 6 Jahren im Kinderdorf, davon 3 als Auszubildende und zuletzt als heimliche Chefin der Küche Ende März ins Leben draußen verbschiedet hat, da gab es Tränen auf beiden Seiten. Wir sind sicher, dass sie durch das, was sie bei uns gelernt hat, gut gerüstet ist und wünschen ihr zusätzlich von Herzen viel Glück, denn das kann man in jedem Fall gut gebrauchen als junge Tamilin in Sri Lanka.

Februar 2015

Allen Grund stolz zu sein hatte Bawani Mitte Februar. Einmal konnte sie ihr 5jähriges Jubiläum als Erstatzmutter von unseren Jungs auf Hill Top feiern. Derzeit lebt sie dort mit und für 24 Buben zwischen 6 und 17 Jahren. Auf das Ergebnis der Schulabschlussprüfung warten gerade die drei Ältesten. Doch anstatt die viermonatige Wartezeit wie so viele Gleichaltrige einfach zu vergammeln, sammelten Amile, Mikel und Robin erste Erfahrungen in der Arbeitswelt. Bei deren Rückkehr von einem Einsatz als Helfer beim Bau der Schule in Kalmunai ist Bawani froh, ihre Großen wieder in Hill Top zu haben und sie ist freudig überrascht, dass ihre Zwillinge Mikel und Robin nach hervorragenden schulischen Leistungen auch auf dem Bau ihren Mann stehen können