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Danke und Auf Wiedersehen von Michael Kreitmeir

Liebe Helfer und Unterstützer, kurz liebe Freunde,
Danke und noch einmal Danke für das Vertrauen zu Little Smile und zu mir.

Die Katastrophe in Südostasien, diese schreckliche Flutwelle hat unglaublich viel verändert. Ich glaube sogar, man kann von einer Zeit vor und nach der Flutwelle sprechen.

Nicht nur die Naturkatastrophe, auch die Hilfsbereitschaft, besonders in Deutschland war beispiellos. Sicher wird jetzt auch über Organisationsmängel, Abstimmungsprobleme geredet werden. Die eine oder andere Verschwendung von Hilfsgütern und Spendenmitteln wird man anprangern. Vielleicht ist dies bei einem solchen Ausmaß an Soforthilfe unvermeidlich, vielleicht.

Für Little Smile kann ich sagen, dass wir nicht einen Euro verschwendet haben, im Gegenteil. Viele MENSCHEN haben geholfen, haben sich eingesetzt, sind aktiv geworden, haben uns hier unterstützt, denn wir haben weder ein eigenes Little Smile Büro noch auch nur einen einzigen Angestellten.
Ohne die unermüdliche Hilfe meiner Frau, die Unterstützung durch meine Familie, von Birgit Stecher und anderen freiwilligen Helfern hätten wir die Herausforderung der letzten zwei Wochen nie meistern können. Das Bild meiner schwerkranken Mutter, die trotz großer Schmerzen stundenweise ihre Anrufe entgegennimmt, werde ich stellvertretend voll tiefer Dankbarkeit mitnehmen in diese andere Welt. Was uns hier in Eichstätt, im Kinderdorf Koslanda und besonders an der Ostküste um die Stadt Kalmunai die Kraft gegeben hat, war Ihr Vertrauen und Ihre Menschlichkeit. Es scheint, dass diese schreckliche Flutwelle viele von uns aufgerüttelt hat, so dass wir als Menschen für Menschen in Not spontan menschlich gehandelt haben.

Ich möchte DANKE sagen an Alle, die uns über die Jahre begleitet haben. Durch diese Wegbegleiter konnten wir immer wieder Kindern in Not die Hand reichen dürfen. Nur so wurde durch Little Smile einen Weg möglich, heraus aus Not, Elend, Gewalt oder Krieg. Bis zum 2. Weihnachtstag 2004 war es nicht die Natur sondern es waren Menschen, die diese Kinder zu Opfern gemacht haben. Und es waren Menschen, die ihnen in ihrer Not beigestanden sind, ihnen geholfen haben.

„Study“, Danke auch an die Menschen, die uns in den Tagen nach dieser schrecklichen Katastrophe neu begegnet sind. Danke an Jeden, der über uns oder eine andere Organisation Leid lindern und Tränen trocknen half, hilft und weiter helfen wird.

Ich habe viele wertvolle Gespräche führen dürfen. Ich habe über Telefon, Email und persönliche Begegnungen erlebt, wie viele Menschen meine Vision, meinen Traum teilen, dass ich nicht alleine bin.

Nie werde ich diese Tage nach der Flut vergessen, kaum Schlaf, Angst um meinen Sohn Manuel, um Mitarbeiter und besonders anvertraute Kinder in Häusern an der Ostküste. Tage voller Sorge und Erleichterung, Tränen und tiefer Traurigkeit. Ich durfte große Anteilnahme spüren mit völlig fremden Menschen, über die ein schwerer Schicksalsschlag hereingebrochen ist und da war Ihr Vertrauen. Ein Vertrauen darauf, dass Little Smile auch jetzt einen Beitrag leisten kann zur dauerhaften Linderung, dass Little Smile seinem Namen gerecht und eines Tages wieder Hoffnung, ja sogar ein Lächeln in die besonders verwüstete Region um die Stadt Kalmunai an der Ostküste bringen kann und wird.

In wenigen Stunden werde ich aufbrechen, werde nun dort das tun was ich tun kann und was ich tun muss, weil ich ganz fest daran glaube, dass jeder Mensch und besonders jedes Kind ein Recht hat auf ein bisschen Glück, ein menschenwürdiges Leben, ein Lächeln.

Alle die mir durch Ihr Vertrauen ermöglicht haben an der Ostküste und anderswo den Betroffenen zu helfen, DANKE im Namen all derer, denen durch Sie Hoffnung geschenkt werden kann. Sie haben eine Brücke der Menschlichkeit errichtet, über Länder, Kontinente, Meere. Diese Brücke wird mich an die Ostküste Sri Lankas in namenlose und teilweise verschwundene Dörfer führen. Ich werde voraussichtlich bis Ende April dort bleiben und hoffe, dass ich immer mal wieder ein Lebenszeichen schicken kann.

Ich bin todmüde, erschöpft von den letzten Wochen und doch voller Energie und Zuversicht. Ich weiß, die Little Smile Familie, unsere Kraft, unsere Möglichkeiten sind gewachsen und so wird unsere Liebe, unsere Hilfe mehr Menschen erreichen und mehr Kindern das verlorene Lächeln zurückgeben können.

Auf Wiedersehen Ihr

Michael Kreitmeir