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Bilder des Monats

Mai 2017

Den Vater teilen mit über hundert Geschwistern in Sri Lanka. Einfach ist das nicht, aber wenn man dann herkommt und diese unglaubliche Little Smile Familie erlebt, ja ganz schnell Teil von ihr wird, dann wird der Verzicht auf den Vater auch im Rückblick leichter. Kurz nach Marcos Geburt war Michael Kreitmeir nach Sri Lanka gegangen, viel hat der heute 20jährige nicht von seinem Vater gehabt. Umso wichtiger, dass ihn nun sein „großer Bruder“ Manuel mitgenommen hat auf diese Reise in eine andere Welt, die Manuel von vielen Besuchen hier kennt. Marco war das letzte Mal hier vor sage und schreibe 7 Jahren. Und so erlebte er Little Smile und besonders die Kinder hier aus einer völlig anderen Perspektive, nämlich als Ayya, als „großer Bruder“. Hoffentlich, so der Wunsch der Kinder, wird es nicht wieder so lange dauern, bis sich die zwei Ayyas wieder gemeinsam hier sehen lassen.

April 2017

Wiedersehen am Fest zum singhalesischen Neujahr! Madushani und Ranjith, zwei Ehemalige und doch auch über 20 immer noch Little Smile Kids. Während Madushani sich in einer Privatschule auf die Prüfung zur Universität vorbereitet, lebt und arbeitet Ranjith in unserer Farm in Dikkapitiya. Das Kinderdorf „Mahagedara“ macht gerade auch als Treffpunkt erwachsengewordener Little Smiler seinem Namen als „Zentrum der Familie“ alle Ehre.

März 2017

Wer ist die Nächste? Mehr als 15 Kandidatinnen kamen in Frage und dann ging es unentschieden aus zwischen zwei recht unterschiedlichen Mädchen. Am selben Tag wurden Monisha mit 16 Jahren recht spät und Abi mit gerade mal 12 ziemlich früh zu „big girls“. Dieses besonders in der tamilischen Kultur sehr wichtige Fest der „ersten Regelblutung“ markiert im Leben eines Mädchens in Sri Lanka einen bedeutenden Einschnitt. Leider ist dieses Fest vielfach zu einem Fress- und Saufgelage verkommen, nicht so jedoch bei uns im Kinderdorf. Der 25 März 2017 gehörte ganz unseren zwei neuen Großen.

Februar 2017

Wie die Bilder sich gleichen! Als Samadhi im Januar 2011 nach Little Smile kam, hielt sie ihre totkranke Schwester Premila auf dem Arm. Samadhi fand hier eine neue Heimat, ihre Schwester starb, die Eltern trennten sich, begannen ein „neues Leben“, in dem für Samadhi kein Platz zu sein scheint. Als dann Mitte Februar 2017 wieder ein schwerkrankes, blindes Mädchen zu uns gebracht wurde, als Samadhi nach fast genau 6 Jahren wieder ein hilflose Wesen im Arm hielt, wurde für einen sehr emotionalen Moment die Vergangenheit wieder lebendig. Das Leben ist nicht gerecht, hält für die einen ein Übermaß an Leid und für die anderen viel Freude bereit. Warum? Kann das wirklich Strafe sein für ein vorausgegangenes, böses Leben oder gibt es keine Antwort.   

Januar 2017

Trauer und Freude, sogar wenn eine junge Frau heiratet liegen diese Gefühle in der tamilischen Kultur nahe beieinander. Bevor Dhiviya den Mann heiraten kann, den sie sich selbst ausgesucht hat, immer noch nicht selbstverständlich in Sri Lanka, muss sie ihr Zuhause bei ihrer Mutter verlassen. Mit der Hochzeit gehört sie dann zur Familie des Mannes, muss bei ihm und seiner Familie leben. Seit sie dem Kinderdorf entwachsen ist, hat Dhiviya im Haus ihrer Mutter Bawani gelebt. Zwei Tage lang nimmt sie Ende Januar, begleitet von vielen traditionellen Zeremonien Abschied, für immer.

Dezember 2016

Der Sohn Gottes, Mensch geworden als schutzbedürftiges Kind armer Leut, für die in den Häusern der Reichen kein Platz war. Für den Gott der Christen zählen nicht Geld und Macht, sondern die Liebe für Andere, besonders die Schwachen. Die Hirten erleben den Sohn Gottes vor den Königen. Wie weit ist Weihnachten oft von all dem entfernt und wie aktuell ist doch gerade auch 2016 seine Botschaft!  Hier finden Sie mehr zur Weihnacht 2016 im Kinderdorf „Mahagedara“.

November 2016

Unser alter Hindupriester erbittet lautstark die Hilfe aller sieben Götter unseres Tempels im Bubenheim in Hill Top. Schutz für die Reise, Kraft und Klugheit für die Vorhaben am anderen Ende der Welt sollen sie gewähren für Anka, die am nächsten Morgen nach Deutschland aufbrechen wird, genauer ins bayerische Eichstätt. Dort wird sie Gestaltung und Eröffnung des neuen "Schaufensterbüros" des Little Smile e.V. organisieren.

Oktober 2016

Genau zwei Jahre nach der Erdrutschkatastrophe bei Koslanda. Rechtzeitig zum Jahrestag kann Joga Raja (links neben Michael Kreitmeir) sein neues Haus eröffnen. Alles hat er am 29. Oktober 2014 verloren, sein Haus, seinen Lastwagen, all sein Hab und Gut. Wochenlag ist er nach der Katastrophe herumgeirrt, konnte und wollte es nicht glauben, dass auch seine Frau, die beiden Söhne, die Schwiegertochter und der Enkel von der Erde verschluckt worden waren. Nur ganz wenige Fotos konnte er aus dem Schlamm bergen, auf ein Transparent gedruckt sind sie der einzige Schmuck im neuen Haus, das ohne seine Familie leer und einsam ist. Little Smile hat dem Unglücklichen die Hand gereicht, war da als er nicht mehr weiter konnte und wollte. Gemeinsam begehen wir mit ihm die Hinduriten zur Hauseröffnung, gemeinsam gedenken wir der Verstorbenen und gemeinsam werden wir versuchen, seinem Leben wieder Sinn zu geben.

September 2016

„Es ist gut, wenn uns die verrinnende Zeit nicht als etwas erscheint, das uns verbraucht oder zerstört, sondern als etwas, das uns vollendet“. (Antoine de Saint-Exupery).
Diesen Gedanken fand Michael Kreitmeir absolut passend als Motto zu seinem „runden Geburtstag“. Was aber schenkt man einem Menschen, der von sich selber sagt, dass er absolut keine materiellen Wünsche hat, dass er froh und dankbar ist für jeden Tag und jedes Kinderlachen? Anka Blank, seit drei Jahren im Kinderdorf hatte trotzdem eine Idee für ein Geburtstagsgeschenk und sie zeigte, dass sie Michael Kreitmeir inzwischen sehr gut kennt. Das von ihr organisierte Geschenk war ein Volltreffer.
Lesen Sie dazu Lokuthaththas Geburtstagsparty.

August 2016

Raja Kumari, übersetzt königliche Prinzessin, ist gestürzt – und wie. In solchen Momenten merkt man, wie sehr wir hier in der Wildnis der Berge auf uns gestellt sind. Das benachbarte Krankenhaus verdient den Namen nicht, die paar Ärzte drücken sich vor jeder Verantwortung. Kein Wunder, dass die meisten „ernsten Fälle“ beim stundenlangen Transport in das Bezirkskrankenhaus nach Badulla „auf der Strecke“ bleiben. Unsere Prinzessin hat Glück und einen harten Schädel. Michael Kreitmeir: „Ich danke Gott und merke wieder einmal, wie sehr mir diese Kinder ans Herz gewachsen sind“